Wer heutzutage in einem Unternehmen neu anfängt bekommt meist nicht nur seinen Arbeitsplatz gezeigt, sondern auch ein paar grundsätzliche Informationen mit auf den Weg. Oft ist es nur der erste Smalltalk, der den Neuling über die Kultur und die Strategie oder die Ziele des Unternehmens informiert. Doch danach sind die meisten Mitarbeiter sich selbst überlassen. Wer Glück hat wird noch von seinem Vorgänger eingelernt und kann vieles fragen, doch oftmals findet sogar dies nicht statt.

Hat man einen Arbeitsplatz übernommen für den man eine entsprechende Ausbildung hat oder für den die gemachten Berufserfahrungen passen, kommt man noch gut zurecht. Genauere Fragen aber kann in den meisten Fällen dann aber niemand mehr beantworten. In vielen Fällen nicht einmal der Chef. Und zu viel Fragen möchte man nicht  um nicht den Eindruck erwecken unsicher zu sein.

Und nun stellen Sie sich ein gut organisiertes Unternehmen vor: Der neue Mitarbeiter kommt an seinem ersten Tag zur Arbeit, wird freundlich begrüßt und allen vorgestellt. Wenn er nun zu seinem Arbeitsplatz geht, bekommt er dort ein Organigramm, mit dem er die Struktur des Unternehmens nochmals nachvollziehen kann. Des Weiteren ein Leitbild aus dem er erkennen kann, welche Werte dem Unternehmen wichtig sind, und ein Dokument mit den Zielen des Unternehmens, damit er sein Handeln danach ausrichten kann. Im Idealfall bekommt er dann noch Prozessbeschreibungen oder Arbeitsabläufe. So weiß er schnell, wie seine Vorgänger die Arbeit gemacht haben und warum die Bearbeitung so Sinn macht. Sollte er darüber hinaus Fragen haben, kann er sich an die mit ihm zusammenarbeitenden Kollegen wenden. Diese wissen um die Schnittstellen und können ihm erklären, warum etwas wichtig ist.

Was meinen Sie? Welches Unternehmen ist erfolgreicher? Und für welches Unternehmen würden sie lieber arbeiten wollen?

Sicherlich haben die meisten Unternehmen eine Strategie. Aber nur die Unternehmen, die sich Gedanken darüber machen, wie bei ihnen gearbeitet wird, können diese Strategie auch erfolgreich umsetzten. Denn ein solches Unternehmen konzentriert sich auf seine Kernaufgaben, und zwar auf die Aufgaben, die dem Unternehmen  einen Mehrwert bringen. Dabei wird nicht nur darauf geachtet das Richtige zu tun (Effektivität), sondern auch darauf geachtet es richtig zu tun (Effizienz). Dies bedeutet nicht nur, die richtigen Mitarbeiter mit der richtigen Qualifikation auf den richtigen Stellen zu beschäftigen, sondern auch die verfügbaren technischen Möglichkeiten zu nutzen. Diese Unternehmen sind in der Lage flexibel zu bleiben und sich den Veränderungen der Märkte anzupassen. Unternehmen die meinen hier sparen zu können sind schnell auf der Verliererseite. Denn für die jeweilige Stelle ungeeignete Mitarbeiter benötigen Zeit. Zeit, in der sie nicht produktiv für den Mehrwert des Unternehmens aktiv sein können. Zeit, die sich gerade solche Unternehmen nicht leisten können. Und wer zusätzlich versucht an der Technik zu sparen bekommt auch noch das Problem der Demotivation. Ein schlechtes Arbeitsumfeld und/oder veraltete Technik reduzieren die Arbeitsleistung jedes noch so engagierten Mitarbeiters.